Der lang erwartete Mittelteil der Bildroman-Serie um den Künstler Harald Baumeister und seine
Freund:innen Rita, Kurt und Ytong führt uns nach Berlin und Niedersachsen. Kirschners dritte Collage-Geschichte ist ein queerer Science-Fiction-Kunstroman, garniert mit Architekturkritik, dem
80er-Jahre-Berlin – und der Frage, wie man mit einer Schneekugel durch die Zeit reisen kann. Mit
großer Erzählfreude entfaltet sich eine turbulente Geschichte über Verlust, Verwandlung und die
heilende Kraft der Leichtigkeit.

»Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden zur Verstärkung des Teams einige Mischwesen eingestellt, bei denen es sich zu Hagemeisters Verblüffung nicht etwa um ausgeklügelte Cyborgs handelte, durch implantierte Mikroelektronik körperlich und seelisch unempfindlich, mit nicht erlahmender Leistungskraft, sondern um Kreuzungen aus Mensch und Alge, die einerseits für einfache Hausmeister- und Verwaltungstätigkeiten, vor allem aber für die Verbesserung des Raumklimas zuständig waren: In der Lage, Kohlendioxid zu binden, sorgten sie für das Unterschreiten des Arbeitsplatz-Grenzwertes.«